Share |   
21.07.2010
Erfolgreiche Innovationsentwicklung Erneuerbarer Energien durch Praxiserfahrung

Die gezielte und langfristig angelegte Förderpolitik bei den Erneuerbaren Energien hat jetzt schon ein wichtiges Ziel erreicht: Durch die Möglichkeit, neue Technologien in der Praxis zu erproben, wurden technische Lernkurven und Kostensenkungen ermöglicht, die es bei einer rein theoretisch angelegten Forschungsförderung nicht gegeben hätte. Entscheidende Voraussetzungen dafür waren das Erneuerbare-Energien-Gesetz und das Marktanreizprogramm.

Nicht ohne Grund ist das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mittlerweile von fast 50 Ländern weltweit kopiert worden. Es hat in Deutschland planbare und günstige Rahmenbedingungen für die praktische Erprobung und Entwicklung der erneuerbaren Energien geschaffen. Wie die aktuelle Analyse "Innovationsentwicklung der Erneuerbaren Energien", die jetzt von der Agentur für Erneuerbare Energien veröffentlicht wurde, zeigt, wurden dadurch Lernkurven und Prozesse angestoßen, die in allen Bereichen zu erheblichen technischen Fortschritten und Kostensenkungen geführt haben.

Deutliche Preisrückgänge pro kWh

So hat sich beispielsweise bei der Windenergie die mittlere Anlagenleistung innerhalb von 20 Jahren um mehr als das Zwölffache erhöht – von knapp 165 Kilowatt (kW) 1990 auf gut 2.000 kW 2009. Der Preis pro erzeugter Kilowattstunde (kWh) sank dagegen um mehr als die Hälfte.

Auch bei der Photovoltaik gab es innerhalb von 20 Jahren große Fortschritte, die Systemkosten verringerten sich von 14.000 EUR pro kW 1990 auf jetzt rund 3.000 EUR. Parallel dazu verbesserten sich die Wirkungsgrade der Solarzellen, während der Energieverbrauch für die Herstellung der Module sinkt. Die energetische Amortisationszeit, also die Zeit, die eine Anlage betrieben werden muss, bis die zur Herstellung benötigte Energie wieder gewonnen wurde, liegt jetzt bei etwa 3,5 Jahren.

Ähnlich günstige Lern- und Kostensenkungskurven gibt es auch in anderen Bereichen der erneuerbaren Energien, beispielsweise bei Biogas und Biomasse. Trotzdem sollte sich die Politik nicht auf den bisher erworbenen Lorbeeren ausruhen, betonen die Verfasser der Studie – auf allen Gebieten gibt es das Potenzial, dass die Energieerzeugung noch billiger und effizienter wird.

Follow insidepartner on Twitter