Mit den ersten warmen Tagen steigt die Zahl der Aktivitäten im Freien – und damit auch das Risiko für Zeckenstiche. Wer sich im Grünen aufhält, sollte sich vor Zecken schützen. Denn Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen, darunter die bakterielle Lyme-Borreliose und die durch Viren verursachte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) informiert in einer Pressemitteilung über neue Risikogebiete, gibt Empfehlungen zur FSME-Impfung & Tipps vor Stichen.
Jedes Jahr treten in Deutschland mehrere hundert FSME-Fälle auf. 2024 wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) 686 FSME-Erkrankungen gemeldet – die zweithöchste Zahl seit Beginn der Erfassung im Jahr 2001. Bei der Erkrankung kann es zu Entzündungen des Gehirns, der Hirnhaut oder des Rückenmarks kommen. Menschen ab 40 Jahren haben ein höheres Risiko einer schweren FSME-Erkrankung. Eine medikamentöse Behandlung gegen das FSME-Virus gibt es nicht – nur die (vollständige) Impfung schützt wirksam.
FSME-Impfung bietet wirksamen Schutz
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG): „Vor allem diejenigen, die in Risikogebieten leben oder dort Urlaub machen, sollten jetzt in der Hausarzt- oder Kinderarztpraxis ihren FSME-Impfschutz überprüfen lassen.“
Die Hauptübertragungszeit der FSME (95 % der Fälle) erstreckt sich in der Regel von April bis November. Ob eine Impfung empfohlen ist, lässt sich einfach mit dem digitalen „FSME-Impfcheck“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit prüfen. Die Impfung bietet einen sicheren Schutz für alle, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten oder dort wohnen, sowie für Personen, die in der Forst- oder Landwirtschaft oder im Labor arbeiten.