Das Niveau der Renten in Ost und West hat sich in den letzten Jahren weitgehend angeglichen. Grundlage dafür ist das 2017 beschlossene “Gesetz über den Abschluss der Rentenüberleitung”. Es regelt die letzten Schritte hin zu einem einheitlichen Rentenrecht in Ost- und Westdeutschland. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund anlässlich des Tags der Deutschen Einheit hin.
Ursprünglich lag das Rentenniveau im Osten bei nur knapp 40 % des Westniveaus. Zwischenzeitlich hat sich dies geändert. Aktuell kommt man in den östlichen Bundesländern auf knapp 98 Prozent des Westwertes. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben wird dieser Angleichungsprozess bis zum Jahr 2025 vollständig abgeschlossen sein.
Auch im Osten Deutschlands ist die gesetzliche Rente für viele Ruheständler die Haupteinkommensquelle. So lag die durchschnittliche Höhe der Nettorente nach einem Berufsleben mit mindestens 35 Versicherungsjahren in den neuen Bundesländern im Jahr 2020 bei 1.220,00 Euro pro Monat. Männer beziehen dort mit durchschnittlich 1.330,00 Euro nur etwas höhere Renten als die Frauen (1.110,00 Euro). 94 Prozent der Männer und fast 88 Prozent der Frauen hatten 2020 insgesamt 35 und mehr Versicherungsjahre.
Als besonderer Vorteil hat sich herausgestellt, so die Rentenversicherung, dass die gesetzliche Rente umlagefinanziert ist. So konnten im Zuge der Wiedervereinigung Millionen ehemaliger DDR-Bürger in das Rentensystem der Bundesrepublik integriert und die Rentenzahlung an die Rentner übernommen werden. Nach Ansicht der Rentenexperten wäre ohne die umlagefinanzierte Rente eine erfolgreiche Wiedervereinigung sehr viel schwieriger gewesen.