Als Reaktion auf die Corona-Pandemie wurden Mitte März die Schulen in Deutschland geschlossen. Statt des regulären Unterrichts wurden in der Zeit der Schulschließung von vielen Lehrkräften Lernangebote für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt, die zu Hause bearbeitet werden konnten. In welcher Breite gab es solche Angebote? Auf welchem Weg wurden die Aufgaben übermittelt und die Kommunikation mit den Schülerinnen und Schülern aufrechterhalten. Diese und weitere Fragen untersucht die Studie „Schule auf Distanz“, für die das Institut für Demoskopie Allensbach Anfang April 310 Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen befragt hat.

Die Mehrheit der Schulen in Deutschland (66 Prozent) hat kein Gesamtkonzept, das die Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit Lernangeboten für die Zeit der Schulschließungen im Rahmen der Covid-19-Pandemie („Coronakrise“) sicherstellt. Dies berichten Lehrkräfte in Deutschland in einer repräsentativen Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland.

Professorin Dr. Birgit Eickelmann, die gemeinsam mit PD Dr. Kerstin Drossel die Studie entwickelt und die Daten analysiert hat, betont: Die Studie zeigt, wie wichtig es ist, Schulen und Lehrkräfte in der Pandemie-Zeit zukünftig noch besser zu unterstützen. Deutschland braucht ein bundesländerübergreifendes Gesamtkonzept für den schulischen Bildungsbereich und finanzielle Sofortmaßnahmen, um die Gestaltung von Schule so zu ermöglichen, dass wirklich alle Kinder und Jugendlichen von den schulischen Bildungsangeboten profitieren. Größere Anstrengungen sind in Deutschland vor allem im Bereich des digital gestützten Lernens notwendig.“

Nur ein Drittel (33 Prozent) der Lehrerinnen und Lehrer bundesweit gab bei der Befragung an, dass ihre Schule gut auf die neue Situation vorbereitet war, weil sie bereits vorher in größerem Umfang digitale Technologien im Unterricht eingesetzt hatte.

Studie zum Download