Ab dem 15.01.2025 soll es die elektronische Patientenakte (ePA) für alle gesetzlich Versicherten geben. Doch der Roll-out der ePA wird sich einige Zeit hinziehen, sodass nicht alle Versicherten dieses Angebot vom ersten Tag an nutzen können. Darauf weist das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Website hin.

Die Krankenkassen haben damit begonnen, ihre Mitglieder zur Einführung der ePA zu informieren. Nach dieser Informationsphase startet am 15.01.2025 die ePA für alle. Entsprechend dem Willen des Gesetzgebers stellen die Krankenkassen ihren rund 73 Millionen gesetzlich Versicherten dann ohne deren Zutun eine ePA zur Verfügung. Zunächst wird die ePA dabei vier bis sechs Wochen lang in zwei Modellregionen (Hamburg und Franken) ausgerollt. Ab Anfang März 2025 ist die ePA für alle dann deutschlandweit nutzbar. Von Beginn an sind Medikationslisten, Arzt- und Befundberichte in der ePA einsehbar. Später kommen noch der digitale Medikationsprozess (ab Sommer 2025) und Laborbefunde (ab Anfang 2026) dazu.

Die ePA soll – so ist der Plan – den Austausch und die Nutzung von Gesundheitsdaten zwischen allen behandelnden Leistungserbringern verbessern und so gezielt die Versorgung der Patienten unterstützen. Versicherte können ihre ePA jederzeit über die ePA-App selbst verwalten und nutzen. Wer keine ePA möchte, kann jederzeit widersprechen. Die Krankenkassen bieten ihren Versicherten dazu einfache Möglichkeiten, etwa über das Internet unter Angabe der Versicherungsnummer.