Wer neben der Erwerbstätigkeit im privaten Umfeld noch Pflegeaufgaben übernimmt, ist oft zusätzlich belastet. Vor allem in Vollzeit arbeitende Frauen sind betroffen. Dies ergaben Auswertungen der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2021 und der “Studie zur Mentale Gesundheit bei der Arbeit” der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Im Fokus der Auswertung stehen die Verbreitung und Eigenschaften von Beschäftigten mit Pflegeaufgaben im privaten Umfeld sowie die Zusammenhänge mit der psychischen Gesundheit. Insgesamt haben etwa jede zehnte Frau und jeder dreizehnte Mann Pflegeaufgaben im privaten Umfeld. Dabei übernehmen Frauen häufiger (13 Prozent) Pflegeaufgaben als Männer (9 Prozent). Um Beruf und pflegerische Tätigkeiten zu vereinen, arbeiten vor allem weibliche Beschäftigte öfter in Teilzeit (48 Prozent). Frauen in Vollzeit berichten dagegen vermehrt von Erschöpfung und Konflikten zwischen Arbeit und Pflegeaufgaben. Daher gewinnen die Vereinbarkeit von Beruf und Privatem sowie die Flexibilisierung der Arbeitszeit für Beschäftige zunehmend an Bedeutung.

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