Ein „gutes“ oder „sehr gutes“ Vertrauensverhältnis zu ihrem Arzt haben 91 Prozent der Bürger in Deutschland. 93 Prozent schätzen dessen fachliche Kompetenz als „gut“ oder „sehr gut“ ein. Ebenso positiv fällt die Beurteilung der Freundlichkeit (96 Prozent) und der Verständlichkeit von Erklärungen (92 Prozent) aus. Über dieses Ergebnis einer Umfrage informiert das Deutsche Ärzteblatt in einer aktuellen Pressemitteilung.

Zwischen März und Mai dieses Jahres befragte die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gut 6.000 Erwachsene am Telefon. Die guten Ergebnisse seien ein Beleg dafür, dass die flächendeckende ambulante Versorgung hervorragend funktioniere, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen heute bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse in Berlin.

Dass das gute Verhältnis zwischen Arzt und Patient jedoch sensibel ist, ergaben zusätzliche qualitative Interviews von 25 Teilnehmern in sogenannten Fokusgruppen, die die Forschungsgruppe Patientenprojekte vertiefend durchführte. Danach empfinden es viele Patienten als negativ, wenn der Arzt sich für die Behandlung zu wenig Zeit nimmt.

Beim Aufregerthema Wartezeiten antworteten 81 Prozent der Befragten, es habe ihnen nicht zu lange gedauert, bis sie einen Termin bekommen hätten. Ob Wartezeiten kurz oder länger ausfallen, hängt der Umfrage zufolge insbesondere von der Dringlichkeit der Behandlung ab. Bei akuten Erkrankungen gebe es wesentlich häufiger keine oder nur kurze Wartezeiten auf einen Arzttermin als etwa bei Vorsorgeunteruntersuchungen. Eine Rolle spiele aber auch der Wohnort, die Arztgruppe und die Krankenversicherung. Privatpatienten kämen bei der Terminvergabe schneller zum Zug, heißt es im Ergebnisbericht.

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