Ob Smartphone, Laptop oder Fernseher: Seit Corona verbringen die Menschen mehr Zeit vor dem Bildschirm. So beträgt die durchschnittliche Bildschirmzeit derzeit 10 Stunden pro Tag, 70 Stunden in der Woche. Dieser Wert ist seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren von damals 8 um 2 Stunden pro Tag gewachsen. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Befragung, die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt wurde.
Starke Anstiege verzeichnen vor allem Videostreaming, Videotelefonie und Online-Shopping. Knapp ein Viertel der zusätzlichen Bildschirmzeit, im Durchschnitt 24 Minuten pro Tag zusätzlich, werden Videos, Filme oder Serien gestreamt – insgesamt fast eine Stunde am Tag (57 Minuten). Videotelefonate gab es vor der Pandemie so gut wie gar nicht. Gerade einmal 5 Minuten täglich wurde privat per Video telefoniert, jetzt ist es fast eine halbe Stunde (27 Minuten).
Auch die Zeit, die man mit Online-Shopping zubringt, hat sich mehr als verdoppelt. Für die Shopping-Tour im Web wird im Schnitt täglich eine Viertelstunde zusätzlich investiert, 24 Minuten sind es unter dem Strich jeden Tag.
Gleichzeitig werden viele Menschen im Umgang mit digitalen Technologien souveräner: Der Anteil derjenigen, die sich durch den zunehmenden Einsatz digitaler Technologien im Alltag gestresst fühlen, ist im Vergleich zum ersten Pandemiejahr um 10 Prozentpunkte auf 28 Prozent deutlich gesunken. Besonders die 30- bis 49-Jährigen und 50- bis 64-Jährigen lassen sich sehr viel weniger stressen als zuvor: Waren es vor einem Jahr noch jeweils 36 Prozent, sind es aktuell nur noch 21 bzw. 18 Prozent. Unter den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren fühlen sich ebenfalls 21 Prozent gestresst (2021: 23 Prozent). Allerdings bleibt der Anteil der von der Digitalisierung gestressten Seniorinnen und Senioren mit 51 Prozent unverändert hoch.