Im Wettbewerb der Unternehmen um gut qualifizierte Arbeitskräfte sind Angebote zur Gesundheitsförderung ein wichtiges Argument, um Talente anzulocken. Über eine entsprechende Umfrage des Asklepios-Konzerns unter 1.000 deutschen Arbeitnehmern informiert das Deutsche Ärzteblatt in einer aktuellen Pressemitteilung.

Danach sind Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung für jeden zweiten Arbeitnehmer wichtig bei der Jobsuche. Neun Prozent würden wegen eines besseren Fit- und Wellnessangebots sogar die Firma wechseln. In der Metropolregion Hamburg ist die Quote doppelt so hoch und liegt bei 18 Prozent. Weitere 40 Prozent der Arbeitnehmer sehen in Gesundheitsangeboten einen zusätzlichen Anreiz bei der Wahl ihres Arbeitgebers.

Laut Asklepios haben aber noch zu wenige Arbeitgeber diesen Trend erkannt: Fast drei von vier Arbeitnehmern wünschen sich, dass ihr Unternehmen das Angebot an gesundheitsfördernden Maßnahmen ausweitet. Im Augenblick erhalten laut der Studie 58 Prozent der Angestellten in Deutschland mindestens ein gesundheitsförderndes Angebot von ihrem Arbeitgeber. Am häufigsten sind das mit je 19 Prozent gesundes Essen und gemeinschaftlicher Betriebssport. Dicht dahinter folgen Rückenschulungen und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, die jeweils 17 Prozent der Arbeitnehmer angeboten werden.

Tendenziell achten große Unternehmen laut der Studie besser auf die Gesundheit ihrer Angestellten: Mehr als zwei Drittel der Arbeitnehmer in Betrieben mit mehr als 500 Mitarbeitern erhalten gesundheitsfördernde Maßnahmen. In Firmen mit zehn bis 50 Mitarbeitern sind es hingegen nur 40 Prozent. „Die kleineren Unternehmen täten gut daran, sich die großen in dieser Hinsicht zum Vorbild zu nehmen“, sagte Thomas Wolfram, Konzerngeschäftsführer der Asklepios Kliniken GmbH. Denn je weniger Mitarbeiter ein Betrieb habe, umso schwieriger sei es, einen überdurchschnittlich hohen Krankenstand auszugleichen.

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