Störungen im Arbeitsablauf und Multitasking belasten die Beschäftigten und senken die Produktivität. Was Unternehmen und Beschäftigte tun können, um stress- und störungsfreier zu arbeiten, findet sich in einer aktuellen Broschüre der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).
Bereits eine Störung von drei Minuten führt bei hochkonzentrierter Arbeit dazu, dass derjenige anschließend rund zwei Minuten braucht, um wieder auf dem Stand vor der Unterbrechung weiterarbeiten zu können. Längere Arbeitszeiten und schlechtere Ergebnisse sind die Folge. Wird parallel statt nacheinander gearbeitet, so verringert sich die Leistungsfähigkeit des Gehirns um 20 bis 40 Prozent. Und, wer das Gefühl hat, seine Aufgaben wegen ständiger Unterbrechungen nicht mehr richtig erledigen zu können, fühlt sich gestresst.
Beschäftigte sollten daher Aufgaben priorisieren. Muss die aktuelle Arbeit unbedingt vor der Fertigstellung unterbrochen werden, dann helfen Notizen dabei, sich anschließend wieder problemlos in der alten Aufgabe zurechtzufinden. Außerdem sollten die Arbeitnehmer ihre Aufgabe nach Möglichkeit dort unterbrechen, wo es später leichter fällt weiterzuarbeiten. Um Überlastung vorzubeugen, empfiehlt die Broschüre, Kollegen frühzeitig um Hilfe zu bitten.
Außerdem sollten Beschäftigte vermeiden, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen. Denn, Studien zeigen, dass Multitasking weder Zeit noch Aufwand spart. Ein Ausweg, wenn es nicht anders geht: Die Arbeit in Ruhe angehen und sich an persönlichen Erfahrungen orientieren. Auch können eingeplante Zeitfenster helfen, Arbeiten ungestört zu erledigen.